Hermann Scheer – was bleibt

Wie schnell die Zeit vergeht – Zehn Jahre ist es nun schon her, als Hermann Scheer am 14. Oktober 2010 für alle überraschend im Alter von 66 Jahren von uns gegangen ist. Mit ihm verstarb ein Vordenker der Energiewende, globaldenkender Aktivist und unermüdlicher Mahner.
Klimaschutz und dezentrale „Erzeugung“ erneuerbarer Energien sind Themen, die aus der politischen Debatte von heute kaum noch wegzudenken sind – zu dringend sind die Probleme, die mit unserer bisherigen Energiepolitik verbunden sind. Unser Genosse Hermann Scheer hatte diese Visionen bereits vor Jahrzehnten und deren technische Umsetzung auf der Tagesordnung. Ihm verdanken wir die Gründung von Eurosolar und das EEG und Hermann Scheer machte nachhaltige Energiepolitik zu seiner persönlichen Chefsache. (mehr …)

AHA+L+S: wie Screening-Schnelltests gegen Corona helfen könnten

Jede*r kann heute in die Drogerie oder Apotheke gehen, und ohne Rezept einen HIV-Schnelltest kaufen. Ist damit die HIV-Epidemie vorbei? Nein. Sind diese Tests ein wichtiger Baustein, um neue Ansteckungen zu vermeiden, Angst und Unsicherheit in Summe zu reduzieren? Davon bin ich überzeugt. 

Im Vergleich mit HIV/AIDS ist SARS-CoV-2/Covid-19 eine Epidemie, die sich sehr schnell entwickelt. In den ersten Monaten waren nur Labortests zum Nachweis einer akuten Infektion verfügbar, dann kamen Antikörper-Tests, die eine bereits durchgemachte oder schon länger laufende Covid-19-Erkrankung anzeigen können. Die Forschung hat aber auch gezeigt: Beide Methoden sind nicht ideal, um Menschen rechtzeitig am Beginn ihrer ansteckenden Phase unkompliziert zu identifizieren. Hierfür war schon im März davon die Rede, dass wir auch Antigen-Schnelltests brauchen. Leider war die Qualität der damals verfügbaren Antigen-Tests noch nicht ausreichend und es war klar, dass die Tests besser werden mussten, um hilfreich zu sein.  (mehr …)

„Gekommen, um zu hören“: Dialogtour der SPD-Bundestagsfraktion macht Halt in Schönenberg-Kübelberg

Die SPD-Bundestagsfraktion geht auf Tour – mit einem Bus, mit Biertischen, und mit offenen Ohren für die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger. Von März bis September fährt der Bus durch alle Bundesländer.

„Wir hören den Menschen zu. Wir möchten von ihnen erfahren, was wir im Deutschen Bundestag tun können, um das Leben der Menschen ganz konkret verbessern zu können“, erklärt Lothar Binding, MdB und finanzpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion.

Dabei betont er, dass die SPD-Bundestagsfraktion bereits viel erreicht hat, wie zum Beispiel bessere Bedingungen in der Pflege, höhere Investitionen in die Ausstattung unserer Schulen oder das Gute-Kita-Gesetz. Und auch für die Zukunft habe man noch viel vor: eine faire Grundrente aus Respekt vor einem Leben voller Arbeit, mehr Wohnungen zu bezahlbaren Mieten und das Klimaschutzgesetz sind aktuelle Beispiele dafür, woran die SPD-Fraktion derzeit arbeitet, um das Leben der Menschen konkret zu verbessern. Aber es bleibt noch viel zu tun, gerade auch mit Blick auf gleichwertige Lebensverhältnisse in den Städten und auf dem Land sowie in strukturschwachen Regionen.

Zu Besuch war Lothar Binding bei seinem rheinlandpfälzischen Kollegen Gustav Herzog. Sie trafen sich nahe der saarländischen Landesgrenze in Schönenberg-Kübelberg.

Gustav Herzog: „Unser Tour-Bus lädt dazu ein, barrierefrei und in unkomplizierter Atmosphäre zusammenzukommen und ohne Zeitdruck über das zu reden, was den Leuten vor Ort unter den Nägeln brennt. Der Bus wird in den kommenden Wochen öfter in Süddeutschland unterwegs sein und in möglichst vielen Wahlkreisen halt machen.“

Elisabeth Krämer tritt in die Fußstapfen von Lothar Binding

Lothar Binding, seit 1998 im Bundestag, tritt zur Parlamentswahl im Herbst 2021 nicht mehr an. Dies hatte er schon vor Monaten angekündigt. Nun zieht die SPD aus dem Wahlkreis 274 mit Elisabeth Krämer in den nächsten Bundestagswahlkampf 2021. Die 27-jährige Schreinerin und Mitarbeiterin im SPD-Regionalbüro Heidelberg wurde am 24. September von der SPD-Mitgliederversammlung in Dossenheim gewählt. Sie setzte sich mit 96 Stimmen gegen die Mittbewerber Tim Tugendhat und Andreas Woerlein durch. Im ersten Wahlgang konnte kein Bewerber die absolute Mehrheit erreichen. Im zweiten Durchgang traten nur noch Krämer und Woerlein an. Tugendhat erhielt in der ersten Runde 41 Stimmen, für Woerlein stimmten 64, für Krämer 63 Mitglieder. Die entscheidende Abstimmung konnte Krämer dann klar gewinnen. Elisabeth Krämer tritt damit in die Fußstapfen des langjährigen finanzpolitischen Sprechers der SPD-Fraktion, Lothar Binding.