Warum Lothar Binding gerade durch Deutschland tourt

Um SPD-Kandidat*innen im Wahlkampf zu unterstützen, fährt Lothar Binding drei Wochen mit einem VW-Bus quer durch Deutschland. Im Gepäck hat er ein Glücksrad mit SPD-Forderungen und natürlich seinen roten Zollstock.

„Hallo, ich bin der Lothar“, sagt Lothar Binding. Der Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende der AG 60plus, der Senior*innen-Organisation in der SPD, hat gerade einen roten VW-Bus geparkt und räumt nun den Kofferraum aus. Ein roter Tisch, ein Glücksrad und drei hohe Plexiglas-Röhren finden ihren Platz auf dem Asphalt vor dem „Staaken Center“, einem Einkaufszentrum im Berliner Bezirk Spandau.

Erste Passant*innen bleiben stehen und gucken. Für richtig Aufsehen sorgt Binding aber erst als er das Mikrofon ergreift. Der Finanz-Experte der SPD-Bundestagsfraktion sagt Sätze wie „Wir gebe keine Schulden an unsere Enkel weiter, sondern eine gute Infrastruktur“ oder „Die Hälfte aller Deutschen hat gar kein Vermögen“. Wie das Geld in Deutschland verteilt ist, erklärt Binding mit den drei Plexiglas-Röhren, die er mit kleinen Plastikbällen füllt. Auch sein legendärer Zollstock kommt zum Einsatz. In seine Ausführungen streut er die eine oder andere Anekdote. Die Stehengebliebenen lachen.

Das Glücksrad, bei dem man immer gewinnt

„Mein Material habe ich selbst gebaut“, erzählt Lothar Binding etwas später. Das sei ein Vorteil, wenn man lange in der Jugendbildung gearbeitet habe. So auch das Glücksrad, bei dem man nur gewinnen kann: Bleibt es bei einem bestimmten Begriff wie „Rente“, „Internet“ oder „Wohnen“ stehen, klappt Binding das obere Papier zur Seite und darunter kommt der jeweilige Inhalt aus dem SPD-Wahlprogramm zum Vorschein. Natürlich gibt es auch ein Tütchen Gummibärchen als Gewinn.

Los ging es am 16. Juli in Offenburg. Über Stuttgart, München, Erlangen, Dresden, Leipzig und Magdeburg ging es nach Berlin. „In Augsburg habe ich vor 65 Zuhörern gesprochen. Die wollten mich gar nicht wieder gehen lassen“, berichtet Lothar Binding. Der Finanzexperte der SPD hat mittlerweile einen gewissen Kult-Status.

Das Material selbst entwickelt

Die insgesamt dreiwöchige Tour – zwei Wochen im Juli, eine weitere Ende August – ist der Beitrag der AG 60plus zum SPD-Bundestagswahlkampf. Den größten Anteil daran hat der AG-Vorsitzende selbst. Binding hat die Tour konzipiert, das Material entwickelt und fährt auch den roten Bus meist selbst. Nur eine Unterstützung für die Social-Media-Arbeit hat er dabei. Es ist das erste Mal, dass die AG 60plus eine solche Tour macht. Mehr als 65 Orte will er am Ende besucht haben.

„Wir freuen uns sehr, dass du da bist“, begrüßt Helmut Kleebank Binding etwas später. Er ist der Spandauer Bürgermeister und kandidiert im September erstmals für den Bundestag. In einem kurzen Video-Interview befragt ihn Binding zu seinen Zielen. „Bei der Tour geht es nicht um mich, sondern um die Kandidaten vor Ort“, erklärt Binding, der selbst nicht wieder für den Bundestag antritt. Er bietet nun anderen eine Bühne und einen Anlass, Wahlkampf zu machen.

Zwischendurch hat Lothar Binding an einem Stand in der Nähe noch Obst gekauft und verteilt nun Erdbeeren und Kirschen an Passant*innen. „Das ist immer eine gute Gelegenheit, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen“, verrät er. Nach etwas mehr als zwei Stunden und vielen Gesprächen packt Binding seine Sachen wieder in den roten Bus. Er muss auf die Straße. Am nächsten Morgen steht der nächste Termin in Waren in Mecklenburg-Vorpommern an.

vorwärts / Kai Doering – 24. Juli 2021

Modellprojekte Smart Cities im Verband Region Rhein-Neckar

Die Bundesregierung fördert bundesweit 28 Projekte die Digitalisierung strategisch im Sinne einer integrierten, nachhaltigen und gemeinwohlorientierten Stadtentwicklung gestalten.

Dabei ist auch der Verband Region Rhein-Neckar mit dem Antrag „Smarter, nachhaltiger Tourismus“. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Lothar Binding freut sich über diese Förderung. Die Modellprojekte ständen unter dem Motto „Gemeinsam aus der Krise“. Der Tourismus, die Kulturschaffenden und die Freizeitangebote wären durch die Pandemie maximal betroffen, betont er. „Wir freuen uns mit diesem Projekt nun zusätzliche, unterstützende Impulse geben zu können.“ Starten wird das Gesamtprojekt, das auf 5 Jahre ausgelegt ist, voraussichtlich im September mit der Erstellung einer rahmengebenden Strategie, damit die angedachten Maßnahmen die maximale Wirkung entfalten werden.

Der Fokus des Antrags läge auf einem nachhaltigen, smarten und umweltbewussten Start aus der Krise, ließ der Verband Rhein-Neckar verlauten. Daten seien dabei genauso wichtig wie die Vernetzung aller Akteure – digital und analog.

Erfahrungen aus der Krise zur Entwicklung neuer touristischer Ideen sollen voran getrieben werden. Maßgeblich an dem Projekt beteiligt sind der Rhein-Neckar-Kreis und die Stadt Heidelberg. Gemeinsam haben die Akteure viele Ansätze und Ideen zu funktionalen Räumen und vernetzten Stadt-Umland-Beziehungen entwickelt, die nun im Projekt umgesetzt werden sollen.

Eröffnung des Wahlkreisbüros von Sebastian Cuny, MdL

Bei strahlendem Sonnenschein und gemeinsam mit vielen Besucherinnen und Besuchern eröffnete Sebastian Cuny Ende Juni sein neues Wahlkreisbüro in Schriesheim. Cuny wurde im März 2021 neu in den Landtag gewählt und vertritt den Wahlkreis Rhein-Neckar/Bergstraße.

Die zahlreichen Umbau- und Renovierungsarbeiten sind nun abgeschlossen und so konnte mit Sekt, Kaffee und Kuchen und heiteren Grußworten auf das neue Büro angestoßen werden.

Interessierte Bürger hatten Gelegenheit, die neuen Büroräumlichkeiten kennen zu lernen und sich ins Gästebuch einzutragen. Viele nutzten die Möglichkeit mit dem Landtagsabgeordneten persönlich ins Gespräch zu kommen und ihm Anregungen und Wünsche mit nach Stuttgart zu geben. Dieser freute sich über den regen Zulauf zum Eröffnungsfest: „So stelle ich mir das auch in Zukunft vor. Ich möchte mit meinem Büro nah bei den Menschen aus meinem Wahlkreis sein und vor Ort – ob in Weinheim oder Ladenburg –  die politischen Belange unterstützen.“

Auch der SPD-Bundesvorsitzende der AG 60plus und noch-MdB Lothar Binding begrüßte die Wahl des Standorts: „Vor Ort und mitten unter den Bürgern zu sein ist ein großes Anliegen der SPD. Sebastian geht mit seinem Wahlkreisbüro in Schriesheim mit gutem Beispiel voran.“ Er überreichte ihm einen Bildband aus Berlin, in dem die Geschichte des Reichstags thematisiert wird.

Das Büro wird zu den üblichen Bürozeiten besetzt sein. Erreichbar per Email unter Sebastian-Cuny@spd.landtag-bw.de und telefonisch unter +49 (0)6203 42 02 553. Ansprechpartner sind Janina Ries und Julia Weiß, die mit dem Eröffnungsfest schon einmal ihr Organisationstalent unter Beweis gestellt haben. Sebastian Cuny wird in regelmäßigen Abständen Sprechstunden abhalten.

Katholische Sozialstation Heidelberg-Süd gGmbH erhält 22.000 Euro Bundesförderung

„Die COVID-19-Pandemie führt gesellschaftlich wie wirtschaftlich zu massiven Herausforderungen, deshalb hat die SPD ein Konjunktur- und Zukunftspaket mit auf den Weg gebracht, das Investitionen für eine ökologische Modernisierung ermöglicht“, so der finanzpolitische Sprecher der SPD-Fraktion Lothar Binding. Insbesondere soziale Dienste, deren Relevanz in der Corona-Krise einmal mehr deutlich geworden sei, werde mit dem neuen Förderprogramm unterstützt.

Das Flottenaustauschprogramm „Sozial & Mobil“ hilft unter anderem Seniorenheimen, mobilen Pflegediensten oder Kindertagesstätten dabei, ihre Flotte auf Elektromobilität umzustellen. Mehr als 273.000 Fahrzeuge sind derzeit für die Unternehmen und Organisationen im Gesundheits- und Sozialwesen auf deutschen Straßen unterwegs. Bislang wird nur eine kleine Zahl davon elektrisch betrieben.

Die Katholische Sozialstation Heidelberg-Süd gGmbH erhält jetzt 22.000 Euro für eine E-Auto Förderung sowie der dazugehörigen Ladeinfrastruktur. Das Förderprogramm hat eine Laufzeit von 2020 bis 2022 und ein Volumen von 200 Millionen Euro.

Kinderbildungszentrums Schillerschule erhält 2,5 Mio. Euro Zuschuss vom Bund

Im Haushaltsausschuss des Bundestages wurde beschlossen, dass die Gemeinde Brühl für den Neubau des Sonnenschein-Horts an der Schillerschule 2,5 Millionen Euro bekommt. „Eine tolle Nachricht, dass das geklappt hat“, freute sich Brühls Bürgermeister Dr. Ralf Göck.

Seit 2018 plant die Gemeinde Brühl nach der Schließung der örtlichen Werkrealschule im Rahmen der Errichtung des „Kinderbildungszentrums Schillerschule“ einen Anbau an die Schiller-Grundschule. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Lothar Binding hatte sich mit seinem Kollegen Martin Gerster für die Förderung stark gemacht. Auch die SPD-Bundestagskandidatin Neza Yildirim aus Schwetzingen freut sich über den Erfolg. „Hier soll der Hort für die Schillerschule untergebracht werden, damit notwendige Gruppen- und Nutzräume wie auch eine Mensa mit Ess- und Veranstaltungsbereich entstehen“, so Yildirim. Dies sei wichtig, da immer mehr Räume für die außerschulische Kinderbetreuung notwendig würden und das bestehende Hortgebäude längst nicht mehr ausreiche.

Mit dem „Kinderbildungszentrum Schillerschule“ will die Gemeinde bei steigenden Kinderzahlen der ebenfalls steigenden Nachfrage nach Hortplätzen gerecht werden. Zum guten Schluss, so Bürgermeister Dr. Ralf Göck, „hat Brühl ein Campus Schillerschule, der durchaus Leuchtturmcharakter haben könnte“.

Mit Beginn des Schuljahres 2025/26 soll der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder ab der 1. Jahrgangsstufe eingeführt werden. „Die ganzheitliche Förderung wird somit insgesamt verbessert und der Übergang von der frühkindlichen Betreuung von Krippe über Kindergarten bis hin zur Grundschule erleichtert“, betont Neza Yildirim. Dafür biete der Campus Schillerschule, der neben den Bildungseinrichtungen auch die Gemeindebäder und die Bibliothek umfasst, mit seinen Rahmenbedingungen den idealen Standort. Das zugrundeliegende Konzept wurde seitens der Hort- sowie der Schulleitung befürwortet. Ebenso positiv war die Resonanz der Elternbeiratsvertretungen.

Bisher sei die Suche nach Förderung durch das Land erfolglos geblieben, heißt es seitens der Gemeinde, umso erfreulicher ist jetzt die Nachricht aus Berlin. Mit dem Bundessanierungsprogramm werden die bauliche Sanierung und der Ausbau von Einrichtungen der sozialen Infrastruktur gefördert. Es soll sich dabei um Projekte mit deutlichen stadtentwicklungspolitischen Impulsen für die Gemeinde sowie regionaler oder überregionaler Wirkung handeln. „Die Errichtung dieses Schulanbaus erfüllt damit alle Voraussetzungen für die Förderung durch den Bund“, betont die SPD-Politikerin.