Kurz informiert: Risiken des E-Zigaretten Konsums

Die E-Zigarette fand in der jüngsten Vergangenheit Kritik, von Rauchern aber auch Zustimmung. Befürworter sind der Meinung, es sei weniger gefährlich E-Zigaretten zu rauchen als normale Zigaretten, da E-Zigaretten zwar Nikotin enthalten, aber nicht die krebserregenden Teerprodukte des Tabaks. Dennoch darf nicht vergessen werden, dass nicht die Teerprodukte allein für zahlreiche Krankheiten verantwortlich sind. Auch Nikotin kann neben der Suchtproblematik zu erheblichen weiteren gesundheitlichen Folgen führen.

Im Fachjournal „Anals of Internal Medicine“ wird gezeigt, dass der Konsum von E-Zigaretten die Variabilität der Herzschlagrate vermindert und die Blutgefäße unter einer chronischen Belastung stehen. Diese beiden Anzeichen gelten als Risikofaktoren für die Herz-Kreislaufgesundheit. Somit steigt durch den Konsum von E-Zigaretten, wie auch bei Konsum von normalen Zigaretten, das Risiko von Gefäßerkrankungen. Es besteht also ein höheres Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko und das auch bei Rauchern, die ausschließlich E-Zigaretten rauchen.

Auch Potenzstörungen, die häufig bei Rauchern auftreten, scheinen nicht auf die Teerprodukte des Tabaks zurückzuführen zu sein, sondern auf das Nikotin, das in E-Zigaretten gleichermaßen enthalten ist. Der Einfluss von Nikotin auf weitere sexuelle und urologische Krankheiten ist noch nicht bekannt, da die Auswirkungen auf Harnblase, Niere und Sexualorgane kaum erforscht sind. Dennoch gilt Nikotin als Risikofaktor für Nierenkrebs und auch als möglicher Risikofaktor für Tumore der Harnwege. Es besteht außerdem der Verdacht, dass Nikotinabbauprodukte die Fruchtbarkeit gefährden.

Abschließend ist festzuhalten, dass die von vielen als harmlos behauptete E-Zigarette durchaus hohe gesundheitliche Risiken birgt und diese gilt es offen anzusprechen. Die E-Zigarette mag zwar nicht so schädlich wie die herkömmliche Zigarette sein, das macht es allerdings noch nicht zu einer vernünftigen Alternative. Vielmehr gilt es die bekannten Risiken wahrzunehmen und das Bewusstsein zu haben, dass noch nicht alle Risiken erforscht werden konnten. Leider kann uns darüber auch nicht die Verharmlosung hinweghelfen: Dampfen statt Rauchen zu sagen.

Uruguays Präsident Tabaré Vázquez im Gespräch mit Lothar Binding

Burkart Blienert, Tabaré Vázquez und Lothar Binding

Im Rahmen seines Deutschland-Besuchs ließ es sich der Staatspräsident der Republik östlich des Uruguays nicht nehmen, auf Einladung des Heidelberger Bundestagsabgeordneten Lothar Binding gemein­sam mit Initiativen, Wissenschaftler*innen und dem Berichterstatter der SPD-Bundestags­fraktion für Suchtpolitik, Burkhard Blienert, über den aktuellen Stand der Nichtraucherschutzgesetzgebung zu diskutieren.

Für den ehemaligen Onkologen Vázquez, ist das Thema Tabakkonsum seit langem ein Herzensthema. In einem engagierten Vortrag berichtete er von den Schritten, die sein Land in den letzten Jahren unternommen hat, um den Tabakkonsum – erfolgreich – stark einzudämmen. (mehr …)

Ein Beitrag rund ums Tabakwerbeverbot

Vor einigen Tagen hat mich der Präsident des Deutschen Arbeitgeber Verbandes, Herr Peter Schmidt, angeschrieben, um Stimmung gegen das geplante Tabakwerbeverbot zu machen. Er verwies dabei auf einen Artikel des Staatsrechtlers Prof. Hufen. Leider scheinen einige Abgeordnete der Union den Argumenten von Herrn Prof. Hufen zugänglich zu sein und stellen die wirtschaftlichen Interessen einzelner Wirtschaftsgruppen über die Gesundheit und das Wohl der Bevölkerung. Seit Jahren ist mir der Nichtraucherschutz ein wichtige Anliegen, weshalb ich diese Argumentation auch nicht einfach so stehen lassen konnte. (mehr …)

Frühstücken für den Nichtraucherschutz

Regelmäßig laden Lothar Binding und Burkhard Blienert zum Nichtraucherfrühstück in den Bundestag ein. Ende Januar diskutierten Abgeordnete aus allen Fraktionen, die Drogenbeauftrage der Bundesregierung, Marlene Mortler, Fachleute aus den Ministerien und Vertreter und Vertreterinnen von Nichtraucherschutzorganisationen über die Zukunft des deutschen Nichtraucherschutzes.

2016 ist für den Nichtraucherschutz ein richtungweisendes Jahr. Mit der Umsetzung der EU-Tabakproduktrichtlinie werden umfassende Maßnahmen wie Verbotsregelungen von Zusatzstoffen eingeführt. Verpackungen von Zigaretten und Tabak müssen in Zukunft mit Bild-Warnhinweisen versehen werden. Erstmals werden auch Regulierungen für E-Zigaretten beschlossen – der Verkauf an Minderjährige soll zukünftig verboten sein. (mehr …)

Lothar Binding begrüßt DKFZ-Mitarbeiterinnen auf dem Bundesparteitag

Foto: Martina Pötschke-Langer (Stabsstelle Krebsprävention), Susanne Schunk (Stabsstelle Krebsprävention), Lothar Binding (MdB), Susanne Weg-Remers (Krebsinformationsdienst).

Foto: Martina Pötschke-Langer (Stabsstelle Krebsprävention), Susanne Schunk (Stabsstelle Krebsprävention), Lothar Binding (MdB), Susanne Weg-Remers (Krebsinformationsdienst).

Am Rande des Bundesparteitags der SPD, Anfang Dezember in Berlin, informierten der Krebsinformationsdienst und die Stabsstelle Krebsprävention des DKFZ an einem Infostand über ihre Arbeit. Zahlreiche Politiker kamen zu Gesprächen vorbei, unter anderem Andrea Nahles, Bundesministerin für Arbeit, und natürlich Lothar Binding.

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krebsinformationsdienstes (KID) klären Betroffene, Angehörige und interessierte Bürger über die Volkskrankheit Krebs auf. Gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Heidelberg hat das DKFZ das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg eingerichtet, in dem vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik übertragen werden. (mehr …)