Praktikumsbericht Vincent Schmid | 12.-18. August 2019

Eine knappe Woche lang durfte ich Lothar in seinem Wahlkreis Heidelberg/Weinheim bei seiner Tätigkeit als Abgeordneten begleiten. Im Rahmen meiner Berufsorientierung und meinem Interesse an Politik kam ich nämlich glücklicherweise dazu beim Lothar in seinem Wahlkreisbüro ein Praktikum zu machen. Durch dieses Praktikum bekam ich erste sehr spannende Einblicke in die Aufgabenfelder eines Politikers.
Ich wurde von Beginn an sehr herzlich in das Team eingebunden und so wurden mir auch sofort verschiedene Aufgaben anvertraut. Ich durfte zum Beispiel aus einem Bericht einer internen Arbeitsgruppe zur internen und externen Kommunikation die Empfehlungen herausschreiben und zusammenfassen.
Die Tätigkeiten eines Abgeordneten außerhalb der Sitzungswochen sind überaus vielfältig. Auch wenn das Praktikum nur vier Tage umfasste, konnte ich diese Vielfältigkeit sehr gut miterleben. So begleitete ich Lothar zu einer Eröffnung eines Pflegeheimes bis hin zu einem Bürgergespräch und einem Betriebsbesuch. Wir besuchten selbst auch noch eine Kita im Rahmen eines Gesprächs mit Vertretern der Caritas und Erziehern über das FSJ.
Doch erst durch die Auswertung von Lothars Terminkalender zur Bestimmung von Lothars Flugreisen konnte ich die ganze Bandbreite an Aufgaben eines Bundestagsabgeordneten so richtig nachvollziehen.
Zum Schluss möchte ich mich nochmal ganz herzlich bei dem ganzen Team und besonders bei Johannes und Paul sowie bei dir Lothar für diese wertvolle und schöne Praktikumswoche bedanken!

Die Welt ist weder schwarz noch weiß

Aus Sicht der Sparer*innen, die den Nominalzins im Blick haben, und auch aus Sicht einer privaten Altersvorsorge ist es zwar es auf dem ersten Blick verständlich, dass die EZB-Politik so in der Kritik steht, aber ich möchte im Folgenden das Thema etwas genauer beschreiben. Dass Sparbücher, Tagesgeld- und Festgeldkonten kaum noch Rendite bringen, ist ein ernstzunehmendes Problem der EZB-Politik. Solche Wertverluste hat die*der Sparende aber nicht nur, wenn der festgesetzte EZB-Leitzins so wie derzeit bei null ist. Dieses Phänomen ist immer dann zu beobachten, wenn die Inflationsrate höher als der nominale Zins ist. Der Realzins wird negativ, und Sparer*innen machen einen Verlust. Diesen Umstand muss ich nicht für gut halten, er ist aber in der deutschen Geschichte keineswegs eine Seltenheit. Seit 1967 machten die Sparerenden in mehr als der Hälfte aller Jahre Realzins-Verluste. Ich fand es schon oft merkwürdig, dass dies bisher (über Jahrzehnte hinweg) zu wenig Aufregung geführt hat – und erst seit kurzem von Einzelnen als Thema entdeckt wurde.

Die Nullzinspolitik bringt aber auch Vorteile mit sich: Noch nie waren die Kreditzinsen für Konsumentendarlehen so niedrig. Unternehmen investieren, und es haben so viele Menschen in Deutschland Arbeit wie nie zuvor. (Vorsichtig formulierte Ergänzung: Wenn auch viele Arbeitgeber*innen nicht immer Arbeitnehmer*innen so beschäftigen wie es wünschenswert wäre.) Die bisherige relative Schwäche des Euros gegenüber dem Dollar wirkt auf exportorientierte Unternehmen wie ein zusätzliches Konjunkturprogramm. Auch gerade der deutsche Staat kann sich zu so günstigen Bedingungen refinanzieren – in den öffentlichen Haushalten des Bundes, der Länder und Kommunen sind die Zinslasten so niedrig wie nie zuvor. Es gibt durchaus die Dualität, dass aus Sicht der Individuen ärgerlich ist, was für das Kollektiv von Vorteil – obwohl es immer dieselben Menschen sind.

Auch bei dem vermehrten Immobilienkauf, aufgrund von niedrigen Kreditzinsen, müssen wir genauer hinsehen. Einerseits steigen die Preise in bestimmten Regionen. Von zinsgünstigen Wohnimmobilien- und Konsumentenkrediten profitieren andererseits gerade junge Berufseinsteiger*innen, Familien und ältere Menschen. Durch die niedrigen Zinsen ist der Staat zudem auch in der Lage, mehr zu investieren. Aus SPD-Sicht wäre es durchaus wünschenswert, dass Deutschland noch mehr in Bildung, Digitalisierung, Pflege und Infrastruktur investiert oder jedenfalls diese Investitionen so vorbereitet, dass in der entsprechenden Konjunkturlage schnell gehandelt werden kann. Aber leider bremst bei solchen Langfriststrategien unser Koalitionspartner.

Die EZB-Nullzinspolitik eröffnet also einige positive Möglichkeiten. Trotzdem fördert diese Politik soziale Ungleichheit. Seit der Bankenkrise ist der Spalt zwischen Arm und Reich breiter geworden, was wesentlich an den großen Aktiengewinnen der meist schon gut verdienenden Anleger*innen liegt.

Ich habe allerdings die Erwartung, dass sich die Wachstumsaussichten in der Eurozone in den nächsten Jahren weiter stabilisieren. Mit dem Herunterfahren der EZB Anleihekaufprogramme auf dem Sekundärmarkt könnten in einem nächsten Schritt die Zinsen – wie jetzt in den USA geschehen – wieder angehoben werden. Dies hätte dann sicher auch einen Rückgang der Immobilienkäufe zur Folge.

Unabhängig von den Geschehnissen auf dem europäischen Finanzmarkt setzt sich die SPD für mehr soziale Gerechtigkeit ein, um dem weiteren Auseinanderdriften von Arm und Reich entgegen zu wirken. Dies möchten wir unter anderem durch eine Steuerpolitik, die die besser Verdienenden stärker in die Verantwortung nimmt, erreichen.

Praktikumsbericht Imke Fehling | 6. Mai – 14. Juni 2019

Mein sechswöchiges Praktikum im Rahmen meines Studiums bei der Deutschen Bundesbank durfte ich bei Lothar und seinem Team in Berlin verbringen. Für mich war es besonders interessant, Einblicke in die „Welt der Finanzen“ von der politischen Seite aus zu erlangen. Da die Hälfte meiner Praktikumszeit Sitzungswochen umfassten, konnte ich Lothar zu diversen Terminen und Veranstaltungen wie die Sitzungen im Finanzausschuss, der AG Finanzen oder auch Podiumsdiskussionen und Treffen mit Interessensvertretern begleiten. Im Plenum bekam ich die Möglichkeit, Lothar bei seinen Reden zu erleben. (mehr …)

Praktikumsbericht Georg Kruse | 6.-31. Mai 2019

Wenn man erzählt, dass man Studierender der Politikwissenschaft ist, wird man oft gefragt, wie das „da in Berlin“ eigentlich genau abläuft. Gemeint ist damit natürlich eigentlich der Ablauf des Gesetzgebungsverfahrens sowie der parlamentarische Alltag. Wenn ich bisher auf diese Frage trotz meines Studiums nur spärlich Auskunft geben konnte, so hat sich dies dank meines vierwöchigen Praktikums im Mai 2019 im Abgeordnetenbüro in Berlin von Lothar Binding geändert. (mehr …)

Praktikumsbericht Lena Trumpfheller | 18. März – 12. April 2019

In den letzten vier Wochen durfte ich Lothar und sein tolles Team im Bundestag begleiten – eine Erfahrung, für die ich sehr dankbar bin! Ich hatte das große Glück, dass drei meiner vier Praktikumswochen Sitzungswochen im Bundestag waren. Somit hatte ich die Möglichkeit, Lothar mehrmals in Sitzungen der AG Finanzen, dem Finanzausschuss, bei Podiumsdiskussionen und Debattenbeiträgen im Plenum in Aktion zu erleben.

Besonders spannend an einem Praktikum bei Lothar sind die vielen Rollen, die er im Bundestag einnimmt: Abgeordneter für den Wahlkreis Heidelberg/Weinheim, Finanzpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Bundesvorsitzender der AG SPD plus und noch einige mehr. Praktikanten bei SPD-Abgeordneten haben zusätzlich die Möglichkeit, am Praktikant*innen-Programm der Fraktion teilzunehmen, wodurch man nicht nur andere Praktikantinnen und Praktikanten kennen lernt, sondern auch spannende Vorträge zu Themen hört, mit denen man sonst eher nicht in Kontakt gekommen wäre.

Das Praktikum war außerordentlich vielseitig und hat mir detaillierte Einblicke in die Arbeitsabläufe eines Abgeordneten und die Strukturen des Bundestags ermöglicht. Für Lothar war es selbstverständlich, dass ich ihn (sofern möglich) zu allen Terminen und Veranstaltungen begleiten durfte – ob mit Botschaftern, Interessensvertretern oder anderen Politikern. Während oder auch nach Terminen, bei denen es häufig um komplexe steuer- und finanzpolitische Themen ging, nahm Lothar sich die Zeit, diese auf eine verständliche und anschauliche Art und Weise für mich herunterzubrechen. Selbst während der Sitzung des Finanzausschusses kam Lothar auf die Gästetribüne, um mir die Struktur des Ausschusses zu erklären.

Neben dem Besuch von Veranstaltungen, Gesprächen und Sitzungen wurde ich von Beginn an in das Team eingebunden. Durch die Beantwortung von Bürgerbriefen zu verschiedensten Themen konnte ich neben Einblicken in Lothars Fachgebiete auch in andere politische Themenbereiche tiefer eintauchen. Bei Fragen hatten alle MitarbeiterInnen jederzeit ein offenes Ohr und die Arbeitsatmosphäre war auch nach drei Sitzungswochen sehr angenehm.

Die Art und Weise wie Lothar als Abgeordneter arbeitet – authentisch, mit beeindruckendem Fachwissen und voller Leidenschaft – ist wirklich bewundernswert. Alles in Allem hat das Praktikum meine Erwartungen weit übertroffen und ich hätte mir keinen tolleren Abgeordneten samt Büro für mein Praktikum wünschen können.

Abschließend ein großes Dankeschön an Lothar und das gesamte Büro – für die tolle Zeit und die Einblicke, die Ihr mir ermöglicht habt.

Tabakwerbung verbieten – jetzt!

Zur aktuellen Diskussion über ein Außenwerbeverbot für Tabakprodukte erklären die SPD-Bundestagsabgeordneten Rainer Spiering, landwirtschaftspolitischer Sprecher, Lothar Binding, finanzpolitischer Sprecher, und Dirk Heidenblut, drogenpolitischer Sprecher:

„Tabakwerbung an Plakatwänden und im Kino gehört ebenso wie die kostenlose Abgabe von Zigaretten bei Promotionaktionen schleunigst verboten, wie es schon jetzt in Funk und Fernsehen der Fall ist. Uns zuständige Fachpolitiker eint der Wille, dass wir nach Jahrzehnten der Tatenlosigkeit endlich vorankommen.“

Dazu ergänzt der SPD-Abgeordnete Rainer Spiering: „Leider scheiterte ein Entwurf aus dem Landwirtschaftsministerium kurz vor dem Ende der letzten Legislaturperiode am Widerstand der damaligen Fraktionsspitze der Union. Wir wollen das Heft des Handels aufnehmen und endlich etwas erreichen, denn gerade Kinder und Jugendliche sind besonders für Tabakwerbung empfänglich. Alle anderen EU-Länder sind uns hier einen Schritt voraus. Nachdem unsere Nachbarländer gehandelt haben, sollte der Bundestag nachziehen.“

„Auch die Tabakrahmenkonvention der Weltgesundheitsorganisation von 2005 verpflichtet die Vertragsstaaten, ein umfassendes Tabakwerbeverbot zu verhängen. Es ist beschämend, dass die Bundesrepublik Deutschland die Konvention bislang noch nicht vollständig umgesetzt hat. Bereits die erste Zigarette ist stark gesundheitsgefährdend. Mehr als 120.000 Menschen in Deutschland sterben Jahr für Jahr an den Folgen des Rauchens. So geht es nicht mehr weiter“, so der Bundestagsabgeordnete Lothar Binding weiter.

Der Abgeordnete Dirk Heidenblut schließt ab: „Das Deutsche Krebsforschungszentrum schätzt, dass rund 20 Prozent aller Krebsfälle durch das Rauchen verursacht werden. Laut Robert Koch-Institut ist bei etwa 90 Prozent der männlichen und 60 Prozent der weiblichen Lungenkrebserkrankten das Rauchen die Krankheitsursache. Das Rauchen ist aber auch ein bedeutender Risikofaktor für andere Krebsarten wie Kehlkopfkrebs oder Leukämie. Auch das Risiko für Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht sich durch Tabakkonsum.“

 

„Lasst niemanden zurück!“ – Down-Syndrom-Tag am 21. März 2019

Unter diesem bedeutendem Motto steht der diesjährige Welt-Down-Syndrom-Tag am 21. März. Niemand wird zurückgelassen, das heißt, dass alle die gleichen Möglichkeiten auf ein erfülltes Leben bekommen sollen. Vom Kindergarten bis zur Arbeit: Menschen mit dem Down-Syndrom dürfen nicht auf der Strecke bleiben. Der betreute und freie Zugang zu Wohn- und Arbeitsangeboten muss gewährleistet sein. Wir alle sind in der Verantwortung, dass sich jede und jeder in unserer Gesellschaft wohlfühlt.

In dieser Woche begleitet mich Henri Hirt für drei Tage als Praktikant. Gemeinsam möchten wir auf den Welt-Down-Syndrom-Tag aufmerksam machen. Denn heute werden alle Bürgerinnen und Bürger, internationale Organisationen, Nicht-Regierungsorganisationen, die Zivilgesellschaft und private Akteurinnen und Akteure dazu aufgerufen, die Krankheit und die davon betroffenen Menschen überall auf der Welt wahrzunehmen. Mit einem Welt-Down-Syndrom-Tag soll das Bewusstsein für die Betroffenen und Familien gestärkt und ein starkes Zeichen des Zusammenhalts gesetzt werden.

Seit langer Zeit machen Menschen auf das Down-Syndrom aufmerksam. Mit der offiziellen Erklärung des Welt-Down-Syndrom-Tages durch die Versammlung der Vereinten Nationen am 19. Dezember 2011, ist das Bewusstsein für die Krankheit in vielen Teilen der Gesellschaft angekommen. Trotzdem befinden wir uns weiterhin in der Verantwortung, dass diese Menschen ein gleichwertiges und gerechtes Leben leben können.

Praktikumsbericht Adnan Jema | 4. – 15. Februar 2019

Ich kann mich noch ganz genau daran erinnern: Juni, 2018. Als Jugendgemeinderat Ladenburg haben wir an der politischen Bildungsfahrt Lothar Bindings teilgenommen. Nach unserem Aufenthalt in Berlin und der politischen Bildungsfahrt war mir eine Sache klar: Ich muss ein Praktikum bei Lothar absolvieren! Fasziniert vom Alltag Lothars und seiner Leidenschaft als Politiker bewarb ich mich wenige Tage danach im Abgeordnetenbüro Bindings im Bundestag.

Kurze Zeit später habe ich die Zusage erhalten – ich hatte den Praktikumsplatz bei Lothar!

..und nun? Heute ist der 15. Februar. Mein Praktikum endet mit diesem Tag! Zwei Wochen hatte ich Zeit für Einblicke in das politische Geschehen Berlins, in den Büroalltag und den Strukturen des Bundestages. Ich hatte für zwei Wochen die Möglichkeit bekommen, jeden Tag spannende und neue Erfahrungen zu machen.

Ich kann sagen, dass ich jeden einzelnen Tag genießen konnte.

Am Tag meiner Ankunft erklärte mir Susanne den Tages-/¬Wochenablauf und im Anschluss ging es schon los: Ich durfte mich in verschiedene Themen einarbeiten und unterschiedliche Bürgerbriefe beantworten. Mein Aufgabenbereich war hierdurch sehr vielfältig, wodurch nie Langweile aufkam. Natürlich stand mir das „Binding – Team“ für Fragen immer zur Verfügung. Auch hier ein großes DANKESCHÖN!

Während der Sitzungswoche durfte ich Lothar zu diversen Veranstaltungen begleiten. Ich durfte an Sitzungen der Arbeitsgruppen und Ausschüssen teilnehmen, ebenfalls bekam ich die Möglichkeit bei Anhörungen oder auch Gesprächen mit Vertretern einzelner Unternehmen dabei zu sein. Hautnah durfte ich miterleben, wie Lothar am Rednerpult des Plenarsaals seine Rede hielt!

Ich war gerne mit ihm unterwegs. Er nimmt sich immer Zeit für seine Praktikanten. Auch kann es gut sein, dass Lothar während einer Anhörung oder Debatte im Finanzausschuss zu dir auf die Tribüne kommt, um dir alles zu erklären, was unten genau passiert. Die Blicke anderer Praktikanten? Voller Verwunderung, da keiner ihrer „MdBs“ hochkommt.

Ich möchte zum Schluss die Gelegenheit nutzen, um mich nochmal bei Lothar, Susanne, Silke, Steffen und Johannes zu bedanken. Das bestehende Team mit seinen Mitgliedern ist in meinen Augen „perfekt“. Die gute Atmosphäre im Büro, in der man sich schnell aufgenommen fühlt, ist der beste Beweis für meine Aussage. All meine Erwartungen im Bezug auf das Praktikum wurden übertroffen und ich kann mit Stolz sagen: Ich hatte ein Praktikum im Büro Bindings!